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Beiträge aus dem Was-mit-Medien-Alltag

Info(grafik): Illumat

ILLUMAT - Malen in Zahlen
ILLUMAT - Malen in Zahlen • (Handy)-Foto: Birgit Kohlhaas

„Malen in Zahlen“ steht über der kleinen Statistik-Schau von Illumat, die man zur Zeit im Untergeschoss des Neuen Museums Weimar studieren kann. Ich finde, „Zahlen vom Malen“ wäre auch nicht schlecht – kommt d’rauf an, als was man das Ganze betrachtet, eher als Gemälde aus Zahlen oder eher als selbstreferenzielles Info-Objekt… anyway.

Beim Vorbeilaufen hatte ich übrigens zuerst an diese Kunst-aufräumen-Bücher gedacht, die überall rumliegen.

23.11.2012 | Noch keine Kommentare

Bildgröße im Dutzend ändern

Bildgröße aller Bilder in einem Ordner unter MacOS X direkt mit Terminalbefehl ändern.

Bildgröße für mehrere Bilder in „Vorschau“ anpassen
Bildgröße für mehrere Bilder in „Vorschau“ anpassen • Bildschirmfoto 23.11.2012

Bei Petapixel gibt es eine Anleitung dazu. Den ersten Teil (folder settings) kann man sich auch sparen, wenn man weiß, wie man im terminal zum gewünschten Ordner kommt.

In den Kommentaren zum Artikel wird vehement auf den Automator verwiesen. Aber auch der Tipp, die Größe in der Vorschau anzupassen funktioniert sehr gut, vor allem, wenn man nicht im terminal zu Hause ist:

Gewünschte Bilder auswählen (das müssen dann auch nicht alle Dateien im Ordner sein) und in Vorschau öffnen. Danach in der Seitenleiste alle Bilder markieren. »Werkzeuge/Größenkorrektur« wählen und dann kann’s losgehen. Viel komfortabler als mit dem Terminalbefehl kann man hier bestimmen, welche Größe (Höhe oder Breite) als Zielwert festgesetzt werden soll.

23.11.2012 | 1 Kommentar

„beyond tellerrand 2012“ - Zusammenfassung bei t3n

19. und 20. November in Düsseldorf

Mein Lieblingszitat aus dem Artikel (Vortrag Mark Boulton): „Er plädierte dafür, mit dem Nimbus, dass man den Rezeptionsprozess von Website-Besuchern unter Kontrolle habe, zu brechen. Vielmehr müssten Webentwickler und -Designer die Anpassungslogik von Responsive Design adaptieren und sie mehr als nur im bloßen Webdesign anwenden – sondern eben auch in ihrer täglichen Arbeit.“

oder auch gut: (Vortrag Mat Marquis): „statt Buzzword Bingo … die drei wichtigsten Säulen von Responsive Webdesign in den Fokus rücken: Ein Flexibles Grid, Media Queries und Flexible Media and Images …“

Zum Artikel bei t3n 

22.11.2012 | Noch keine Kommentare

Webdienstag #2

Gestern fand der Webdienstag in einer ganz kleinen Runde statt.

Jens Weber (mediaarchitecture), Marko Meister (netz-meister) und Birgit und Martin Kohlhaas (Kohlhaas & Kohlhaas) trafen sich zum Austausch zum Thema Infografik.
Es wurde schnell klar, dass Begriffsklärung wichtig ist. Die Grenzen zu anderen darstellenden Bereichen z.B. Illustration sind fließend.

Es wurde deutlich, dass das Erstellen von Infografiken und die Auswahl der dafür geeigneten Technik die eine Seite ist. Wichtiger ist jedoch die Fragestellung an sich, also was man aus den Daten wissen möchte. Und da bieten sich viele Diskussionsmöglichkeiten, denn je nach Interpretation von Daten und Darstellung, kann man die daraus abzulesende Information steuern.

Folgende Links wurden geklickt:

Nächster Termin ist Dienstag, der 11.12.2012. Eventuell erwartet uns ein Vortrag über SASS - es kann also ganz praktisch werden.

14.11.2012 | 2 Kommentare

Webfontday 2012

Zusammenfassung eines abwechslungsreichen, informativen und unterhaltsamen Tages in München

Webfontday 2012 - Programmkarte
Webfontday 2012 - Programmkarte • Foto: Martin Kohlhaas

Zunächst hatte ich das Gefühl, dass Grafikdesigner an Webthemen herangeführt werden sollen. So war die Einführung in HTML-Entities (Yves Peters) schon etwas seltsam. Die gibt es ja auch schon 20 Jahre und die meisten davon werden Dank utf-8-Codierung auch nicht mehr benötigt. In der Gesamtschau aber – nach elf Vorträgen – war es ein runder Tag.

Ich habe mich zwischendurch gefragt, wie eigentlich mein perfektes Konferenzprogramm aussehen würde. Über Feeds und Twitter kann man in Puncto Technologien ganz gut auf dem Laufenden bleiben. So hatten wir die meisten der genannten Links – bis auf die Geschichten von Adam – auch schon gekannt: lettering.js ausprobiert, Symbolset setzen wir ein, typecast sind wir registriert, …. Technische Details passen vielleicht eher in Workshops oder Seminare. Was aber, denke ich, allen hilft, sind Einblicke in Arbeitsweisen und Projektstrukturen, wie sie am Ende von Christian Hanke und Klaus Birk kamen. Hier kann man unmittelbare Motivation und Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen. Diese Art von Vorträgen bleibt auch längerfristig immer von der Typo in Berlin immer im Gedächtnis.

Nachfolgend ein paar Stichpunkte aus meiner persönlichen Merkliste zum Webfontday 2012.

Tim Ahrens

www.justanotherfoundry.com

Der Auftaktvortrag mit einer Positionsbestimmung zur Typografie im Web. „Wir tauschen im Moment nur die Systemfonts gegen andere Schriften aus, aber es wird noch nicht nachgedacht.“ Webfonts sind als Technologie aus den Kinderschuhen raus und müssen erwachsen werden. Er hat das in zwei Richtungen ausgeführt, einmal unter dem Titel „Mehr wie Print“ und dann die Gegenposition „Weniger wie Print“. Webfonts verführen dazu, alle mikrotypografischen Elemente aus dem Print ins Web zu holen, wobei das Medium doch eigentlich (noch) ganz andere Möglichkeiten bietet.

Yves Peters

www.fontshop.com

Dieser Vortrag ging dann eher in die Richtung „Mehr wie Print“. Adam Twardoch hatte dann später sehr gute Argumente für „Ganz anders als Print“.

Indra Kupferschmid

kupferschrift.de

  • hat das Thema „responsiveness“ mal von der technischen Ebene auf die persönliche Erfahrungsebene geholt
  • Welche Designelemente reagieren eigentlich auf was?
  • Es gibt noch viel mehr Parameter als die Auflösung.
  • Es gab eine Menge Negativbeispiele zu sehen – auch mal schön.

Markus Greve

kochan.de

Eine wirklich saubere Übersicht über Unterschiede zwischen Pixelgrafiken und Symbolfonts für Icons in Web-Projekten bzw. Apps. Ein gut gemachter Vortrag.

Christian Riss

www.inostudio.de

Etwas konfuse Herleitung von Timepiece Rounded nach einer Inspiration durch FF Chartwell.

Wiebke Strehlitz und Helmut Ness + Andreas Schürkmann

www.fuenfwerken.com + www.beyond-interactive.com

Hier gab es eine schöne Anknüpfung an den Markus-Greve-Vortrag mit zwei Praxisbeispielen, welche letztendlich die Entscheidung für den Einsatz von Iconfonts noch mal bekräftigt haben. Ansonsten die Vorträge eher so aus dem Bereich „Portfolio“ und mit wenig Einblick in Arbeitsabläufe und -strukturen wie später bei Christian Hanke und Klaus Birk.

Toshi Omagari

www.linotype.com

Das war mal ein spannender Blick über den Tellerrand – ja es gibt auch noch Zeichensysteme außerhalb der „Latin-Welt“.

Adam Twardoch

www.fontlab.com

Tiefer Einblick in die Anatomie von Schrifttechnologie und ein cooler Ausblick auf die Dinge, die da kommen könn(t)en

Christian Hanke

edenspiekermann.com

Webdevelopment ist lebenslanges Lernen. Richtig! Es macht keinen Sinn, Projekte vorher mit Pflichtenheft durchspezifizieren zu wollen. Kontrolle muss durch Kommunikation ersetzt werden. Vertrauen zwischen Auftraggeber und Entwickler ist wichtig, weil man sich zuerst auf den Prozess des „Warum“ einlassen muss, bevor man zu den konkreten Umsetzungsfragen des „Wie“ kommen kann. Unterhaltsam rübergebracht.

David Berlow

www.fontbureau.com

Das war wirklich schade. David Berlow konnte nur per skype zugeschaltet werden. Das hatte seine lustigen Aspekte – der Inhalt des Vortrags kam aber zu kurz.

Klaus Birk

www.intuity.de

  • ästhetische Ebene im Designprozess möglichst nach hinten verlagern
  • wireframes, prototypes
  • erst „flows“ entwickeln, Funktionalitäten klären
  • usability ≠ user experience
  • HTML5-Canvas
  • visual diary

Zum Abschluss noch zwei Worte zum Ambiente: rundum angenehm. Die Veranstaltungsgröße ist gut. Das Mittag und der Kuchen waren sehr lecker. Nur die Bestuhlung war etwas zu eng. Da bitte mehr line-height und letter-spacing und es bleiben keine Wünsche offen. Danke an die Typografische Gesellschaft München. Ich denke, wir kommen wieder.

12.11.2012 | 3 Kommentare