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Beiträge aus dem Was-mit-Medien-Alltag

re:publica TEN

Zur Jubiläumskonferenz haben Birgit und ich 26 Vorträge bzw. Diskussionen gesehen und damit zum dritten Mal inspirierende Tage in Berlin verbracht.

Programme zur re:publica 2016 mit markierten Vorträgen
Programme zur re:publica 2016 mit markierten Vorträgen • Foto: Martin Kohlhaas

Ich möchte hier keine Zusammenfassung geben und keinen Rückblick auf Einzelvorträge. Im Resümée schließe ich mich Thomas Knüwer (indiskretionehrensache.de/…) an, der schreibt: „Denn die zehnte Ausgabe von Deutschlands größter Digitalkonferenz war eine besonders gelungene. Denn rein subjektiv hatte ich das Gefühl, dass seit der ersten re:publica keine Ausgabe inhaltlich derart zeitgemäß war.“

Ein detaillierteres Stimmungsbild werden wir zum nächsten Webmontag am 20. Mai geben.

10.05.2016 | Noch keine Kommentare

Das war „beyond tellerrand“ 2015

Zur Konferenz selbst muss hier im Blog nichts mehr gesagt werden, der Bericht vom letzten Jahr deckt diese Themen bereits ausführlich ab.

In der Gesamtrückschau kam mir persönlich die Technik in diesem Jahr etwas zu kurz und auf der anderen Seite gab es in meinen Augen auch keine wirklich visionären Vorträge. Die Vorträge selbst waren aber allesamt gut.

Nachfolgend ein paar Gedanken zu den einzelnen Talks:

Design + Performance
Steve Sonders & Mark Zeman

Eine schöne Eröffnung und eigentlich auch wieder fast doof, weil ich nach diesem Vortrag schnell ins Büro gehen und ganz viele Sachen hätte ausprobieren wollen. „Fast is good“ war ein Statement der beiden. Design und Performance sollten sich nicht ausschließen. Erreichen kann man dieses Ziel in kleinen gemischten Teams, in denen Design und Technik parallel entwickelt werden. Es ging viel um das Testen von Website-Geschwindigkeiten und was bestimmte Werte aussagen oder helfen. Diagnose- und Monitoringseitig ein guter Einstieg in das Thema ohne aber tiefer ins Detail hinsichtlich der Perfomanceoptimierung zu gehen.
(Im Nachhinein zu Hause stellt man dann fest, das das vor allem Promotion für das speedcurve-Angebot war.)

Style guide best practices
Brad Frost

Atomic Design dürfte allen Lesern hier ja schon länger ein Begriff sein. Die Argumente für die Etablierung eines Design Systems in die Entwicklungsprozesse muss ich hier also nicht nochmal erwähnen. Der Vortrag bot jetzt für mich keine echten Neuigkeiten aber ein paar schöne Linktipps:

Telling good from bad
Martina Flor

Der Vortrag war auf jeden Fall etwas fürs Auge. Nur wenn ich professionalisiert bin – und zum Beispiel Lettering von Kalligrafie unterscheiden kann – bin ich in der Lage, Qualität zu erkennen und zu benennen. Etwas, was wir als Designer/Entwickler nie vergessen sollten: Es kommt nicht nur darauf an, selbst diese Unterscheidungen treffen zu können, sondern vor allem auch die Auftraggeber zu professionalisieren, damit diese in der Lage sind, unsere Leistungen zu beurteilen.

How to win at mobile accessibility
Marcy Sutton

Barrierefreiheit scheint in den letzten Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung etwas zurückgedrängt worden sein (auch weil es den BIENE-Award nicht mehr gibt?). Dieser Vortrag hat das Thema mal wieder aufgegriffen - das ist gut. Wichtige Erinnerung: Wir müssen HTML richtig (semantisch) benutzen!
Auch hier wieder ein paar Links:

Building the physical web together
Scott Jenson

Plug and play
Brendan Dawes

Ein Plädoyer für spielerischen Umgang mit Technik egal ob Hardware oder Software. Man sollte immer ein paar Kramkisten voll mit Codeschnipseln oder Hardwareteilchen um sich haben, wer weiß was mal für ein Projekt daraus werden kann. Sehr unterhaltsam vorgetragen.

! Or ?
Chip Kidd

Das war dann wohl der Star-Vortrag des ersten Abends. Eine Personality-Shop am Beispiel von Buch-Cover-Projekten. Auch wieder schön anzuschauen aber mit eher geringem Informations-Wert. Etwas, was ich mir gerne mal auf TED anschaue, aber nichts, wofür ich unbedingt auf eine Konferenz muss.

Building great design teams
Aaron Walter

Der „General Manager of New Products“ bei MailChimp berichtete über Personalfragen und viele Sachen, die rundherum strategisch für eine erfolgreiche Produktentwicklung entscheidend sein können. Permanente Arbeit am Produkt in direkter Beziehung zum Kunden war einer seiner Kernpunkte.

The hidden plot device
Steph Troeth

Dieser Vortrag ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Wahrscheinlich hat mich die Geschichte nicht richtig mitgenommen.

In letters we trust
Tobias Frere-Jones

Nach Jonathan Hoefler im letzten war in diesem Jahr Tobias Frere-Jones für die Typografie zuständig. Sein Vortrag führte in die Welt der historischen Banknoten und die darin versteckten typografischen Sicherheits-Fallen.

Punctus contra punctum
Jay Fanelli & Nathan Peretic

Diese beiden wollten mit Ihrem Vortrag zeigen, dass man keine Ratschläge für eine erfolgreiche Firmenentwicklung geben kann/sollte. Aber was sollte dann der Vortrag?

Modern progressive enhancement
Jake Archibald

Zum Glück gab es dann kurz vor Ende nochmal etwas mehr Technik. Leider dann schon zu einer Zeit, wo die kleinen grauen Zellen etwas mehr Mühe haben zu folgen. Dieser Vortrag passte prima zum allerersten Vortrag der Konferenz, diesmal aber mit dem Fokus auf die konkreten technischen Möglichkeiten zur Optimierung der eigenen Web-Site|App.

Links:

Imagining the physical web
Stephanie Rieger

Hier gab es viele Dopplungen mit dem anderen Physical-Web-Vortrag. Eventuell war der Schluss besser als der Beginn, aber wegen unserer Rückreise haben wir diesen nicht mehr erlebt.

Die zweite beyond tellerrand war OK, aber so richtig begeistert hat mich die Themenpalette dieses Mal nicht. Es gab viele Nebenbemerkungen in Richtung Smashing Conference oder Velocitiy Conference - vielleicht sollte man sich da für nächstes Jahr auch nochmal in andere Richtungen umschauen. Abwechslung tut ja gut.

13.11.2015 | 3 Kommentare

Webmontag in Erfurt

Gestern ergab sich die Gelegenheit für einen Besuch der Nachbarveranstaltung.

Den Webmontag in Erfurt gibt es seit 2010 zu unregelmäßigen Terminen an wechselnden Orten. Die gestrige Veranstaltung war mit über 30 TeilnehmerInnen gut besucht. Einziger Vortragender war Tim Brettschneider, der über Marketing(-systeme) sprach. Ansonsten war der Abend für Rostbratwurst, Kaltgetränke und Gespräche reserviert.

Sofern sich die Termine mit unserem Webmontag in Weimar nicht überschneiden, wird dies sicher nicht mein letzter Besuch in Erfurt gewesen sein.

28.07.2015 | 2 Kommentare

re:publica 2015

Die rote Pille* ungefragt verabreicht.

Jeder Vortrag ent-täuscht (schaut euch Eric Jarosinski: Losing Hope. Finding Europe. – Utopian Negation Reconsidered an!) ein Stück mehr und gibt das Gefühl, hinter die Matrix zu blicken (zu müssen). Darüber hinaus kann ich nur die Zusammenfassung von 2014 wiederholen: Eine Nachlese zur re:publica ist nicht möglich.

Morgendliches Anstehen an der Kaffee-Schlange

Nachfolgend eine Auswahl von 12 Vorträgen aus 21 die wir in den drei Tagen gesehen haben, in der Reihenfolge, in der wir sie gesehen haben. Ich habe jeweils Start- und End-Marken gesetzt, um Aussagen, die ich besonders bemerkenswert fand, hervorzuheben.

1 | re:publica 2015 - Opening

2 | Ethan Zuckerman: The system is broken – and that’s the good news

3 | Die Netzgemeinde ist am Ende. Jetzt geht’s los.

4 | Annie Machon: The War on Concepts

5 | Gunter Dueck: Schwarmdummheit!

6 | Gemma Galdon Clavell: The business of privacy by disaster

7 | Ulrike Guérot: The European Republic is under construction

8 | Alexander Gerst: Blue Dot Mission - Sechs Monate Leben und Arbeiten auf der ISS

9 | Cory Doctorow: The NSA are not the Stasi: Godwin for mass surveillance

10 | Zygmunt Bauman: From Privacy to Publicity

11 | Aram Bartholl: Online, Offline and all-over the city

12 | Jeff Weyers: Open Source Intelligence: Terrorism Prevention and Intelligence

* Red pill and blue pill: https://en.wikipedia.org/wiki/Red_pill_and_blue_pill

11.05.2015 | Noch keine Kommentare

Prägender Eindruck

Am Freitag, 23. Januar hatten wir die Gelegenheit, im Rahmen einer inoffiziellen AGD-Exkursion, die Druck- und Veredlungsmanufaktur „Waißraum“ in Steinbach-Hallenberg zu besichtigen.

Bei Waißraum in Steinbach-Hallenberg
Bei Waißraum in Steinbach-Hallenberg • Thomas Stürz

Sandra Beckmann, zuständig für Beratung und Kalkulation, führte uns durch die Arbeits- und Produktionsräume und beantwortete geduldig und ausführlich alle Fragen.

Weißraum hat sich auf die Veredlung von Druckprodukten – meist in kleinen Auflagen (gerne auch mal fünf Stück :) spezialisiert. Die Liste der Veredlungsverfahren ist lang: Beflockung, digitale Heißfolie, Dispersionslack, Duftlack, Farbschnitt, Filigranlasern, Folienkaschieren, Heißfolienprägung, Kaltfolie, Prägung, Stanzung, Schlitzung, Micro-Perforation, UV-Siebdrucklack, Wasserzeichendruck …

Die Druckverfahren Offsetdruck, Digitaldruck (auch mit Weiß) und Siebdruck werden – je nach Produkt – eingesetzt. Überhaupt wird für jedes Produkt eine eigene optimale Produktionskette entwickelt. Dass dabei viel experimentiert und getestet werden muss, versteht sich von selbst. Ausgefallene Wünsche erfordern eben auch ausgefallene Produktionsmethoden.

Mehr noch als die Qualität der zahlreichen Muster, die wir begutachten durften, hat mich allerdings die Einstellung zur Arbeit, die Sandra Beckmann vermittelt hat, beeindruckt. Man hat sofort gemerkt, dass hier mit großer Freude und viel Enthusiasmus gearbeitet wird – anders geht es wohl auch nicht.

Hoffentlich haben wir bald mal die Gelegenheit, mit Waißraum zusammenzuarbeiten.

Das Ganze war dank der Vermittlung unseres Kollegen Thomas Stürz aus Suhl zustande gekommen. Vielen Dank, noch mal!

www.waissraum.de

27.01.2015 | Noch keine Kommentare

Das war „beyond tellerrand“ 2014

Warum besucht man eine Konferenz? Natürlich, um Neues zu hören – aber auch, um Bestätigung zu bekommen für Themen, Techniken, Ideen, mit denen man schon arbeitet. Die dieses Jahr erstmalig in Berlin veranstaltete Konferenz war in beiden Hinsichten eine gute Wahl.

beyond tellerrand 2015 - gleich geht’s los!
beyond tellerrand 2015 - gleich geht’s los! • Foto: Martin Kohlhaas

Das Spektrum der Vorträge war recht breit: Inspiration, Technik, Unterhaltung. Es gab keine parallelen Sessions – das vermied den Stress, sich für einen Vortrag und damit gegen andere entscheiden zu müssen. Die Teilnehmerzahl war angenehm überschaubar und nicht zuletzt war das Verhältnis von Vorträgen und Pausen sehr gut.

Alle Vorträge wird es demnächst im Videokanal bei Vimeo geben.

Doch nun mein kleiner Rückblick auf alle Vorträge:

Getting artistic with code
Seb Lee-Delisle

Die Spielfreude aus frühen C64-Basic-Programmier-Anfängen hat sich seb.ly beibehalten. Er berichtete über diverse interaktive Digital-Kunst-Spiel-Musik-Projekte, die alle vom Einsatz vieler „Lazers“ geprägt waren. Link zum Mitnehmen: http://creativejs.com

Putting the Fonts into Webfonts
Jonathan Hoefler

Viel Schriftgeschichte – nicht so viel Webfonts. Der Einführungsteil war mir persönlich etwas zu ausführlich. Konkrete Webfont-Aspekte hätte ich spannender gefunden. Es war schon eine Menge Eigenwerbung dabei, letztendlich ging es um die Vorstellung der neuesten Features von cloud.typography

CSS Lessons Learned the Hard Way
Zoe Mickley Gillenwater

An ein paar Beispielen für falsch aus Tutorials kopierten CSS-Fragmente berichtete Zoe über die Vorteile des Fehlermachens. Eines ihrer aktuellen Spezialgebiete sind flexboxes, die einen Teil der Beispiele ausmachten.

Das eigentlich Spannende an dem Vortrag war zu sehen, dass hinter Websites wie booking.com auch nur normale Menschen gestalten und entwickeln, die mit den ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen haben. Daneben wurde mir klar, dass größere Websites zwangsläufig viel fehlertoleranter sein müssen, was Styling, Einheitlichkeit auf unterschiedlichen Browsern usw. angeht. Ein Grund dafür ist unter anderem die notwendige Mehrsprachigkeit, die mit unterschiedlichsten Wortlängen für gleiche Sachen (Buttons) pixelgenaue Layoutvorgaben ausschließt. Gute Argumente, wenn der nächste Verein mal wieder irgendwas „um 2mm verschoben“ haben möchte. 

Connected Spaces to Make Connected Experiences
Stacey Mulcahy

Hier habe ich nicht so viel mitgenommen.

The Space Between
Tim Kadlec

Wartezeiten für den Nutzer werden in der Gestaltung oft ignoriert und einfach mit Ladebalken gefüllt. Dass es spannendere und im Sinne des Nutzungserlebnisses sinnvollere Möglichkeiten gibt, zeigte Tim sehr kurzweilig und unterhaltsam. Sein Tipp: UX-Designer sollten sich mehr mit motion design beschäftigen. Material Design wurde auch zitiert als ein Beispiel, wie der Fokus im Moment stärker auf Abläufe und Übergänge gelegt wird. Der Vortrag bot aber noch viel mehr – definitiv ein Kandidat für eine Zweitbetrachtung im Video.

Counting stars: Creativity over predictability
Andrew Clarke

Dieser Vortrag brauchte etwas, bis er zündete. Es ging um Werbung, viel britische Werbung, vor allem Tee. Und dann ging es aber doch noch ums Web. Die Grundthematik nach meiner Lesart: Gute, erinnerbare Werbung funktioniert aufgrund ihrer Unkonventionalität, ihrer einzigartigen Idee. Die meisten Leute können sich an außergewöhnliche Claims und Spots auch nach Jahren noch erinnern und verbinden diese mit den Marken. Wer erinnert sich aber noch an eine besonders außergewöhnliche Website? Andrew kritisierte die Gleichmacherei, den Einheitsbrei, der nicht zuletzt durch „Designsysteme“ (Verweis auf Brad Frost Atomic Design) entsteht. Frameworks machen Ideen kaputt. Wir müssen mehr auf eigene Ideen vertrauen und nicht alles durch Statistik, Marktforschung, A/B-Testing glattbügeln und massenkompatibel machen.

Letter to a Junior Designer von Zenit Bowles und die Antwort A Different Letter to a Junior Designer von Andrew Clarke

Design and Happiness
Stefan Sagmeister

Das war die Art von Vortrag, für die man zu einer Konferenz hinfährt. Die meisten der bisher genannten und folgenden Vorträge lassen sich verlustfrei auch auf Vimeo anschauen und man holt sich seine Dosis Inspiration ab. Aber gemeinsam im Saal die „Ode an die Freude“ als englischsprachigen Rant auf die Klienten zu singen, wird man vor dem heimischen Monitor nicht in dieser Art erleben können. Pech für alle, die nicht da waren :)

Kurze Pause – Das war Tag Eins. Viel Input, aber sehr entspannt.

The Icon Design Process
Jon Hicks

Ein sehr praktischer Vortrag mit vielen Links zum späteren Recherchieren und Ausprobieren. Für den Moment als Link „The Noun Project“. Hier kann man nach Begriffen suchen und schauen, welche verschiedenen Icons es dazu gibt. Das gibt einem auch gleich ein Gefühl dafür, wie breit die Interpretationsspanne ist und zeigt, dass auch scheinbar eindeutige Bilder missverstanden werden können. Ansonsten wurde Sketch als Software zum Zeichnen von Icons und SVG-Export empfohlen. Auf die verschiedenen Varianten, Icons in Websites zu bekommen (Sprites, vs. Webfont, vs. native SVG) wird vielleicht später nochmal ausführlicher hier im Blog einzugehen sein.

Real-time Communication – for Everyone!
Lisa Larson-Kelley

WebRTC – sicher ein sehr spannendes Thema – leider nicht so spannend rübergebracht. Vielleicht das hier zum Weiterlesen: www.html5rocks.com/en/tutorials/webrtc/basics/

Security is Everyone's Responsibility
James Hall

Kann man die Funktion von SSL durch Lesen von Wikipedia-/ Technik-Artikeln verstehen? Mir ist das bisher nicht erfolgreich gelungen. Die Live-Demo mit echten Menschen, Briefumschlägen und Post-It’s gab es in Berlin. Sicherlich war technisch nicht alles hundertprozent korrekt aber ich bekam eine gute Idee von der Sache. Diverse Unsicherheiten im WLAN wurden präsentiert (hatte ich schon erwähnt, dass es auf der Konferenz kein WLAN gab?) und es gab drei konkrete Anregungen für die Verbesserung der Sicherheit der Daten der Websitebesucher in eigenen Projekten:

Wer schauen möchte, was in seinem WLAN so umherschwirrt, kann das mit Debookee (Mac) tun.

Connecting The Digital To Analog
Brian Suda

In Sachen Inspiration mein Favoriten-Vortrag. Großes Projektpotential! Statt einer Zusammenfassung hier nur ein paar Links.

The Web's future is offline
John Allsopp

Kann man echt so schnell sprechen? Die Zuhörer wurden durch die Möglichkeiten localstorage, sessionstorage und appcache gehetzt. Das war anstrengend, aber setzte bei mir definitiv ein paar Marker für Tests, Spielereien und Demos in der nächsten Zeit. Ich wünsche dem Mann ein langes, herzinfarktfreies Leben!

Information, Architecture, and Containers
Oliver Reichenstein

Und dann waren wir schon am Ende. Der letzte Vortrag brachte wieder Ruhe ins Auditorium. Oliver Reichenstein nutzte als erster und einziger Vortragender die Sessel auf der Bühne und begann als „Märchenonkel“ mit Geschichten aus seinem Berufsstart. Kernpunkt des Vortrags war jedoch die Vorstellung des Container Models als Ansatz für eine offene Informationsarchitektur, die nicht an festen Baumstrukturen klebt. Ich kannte den Blog-Artikel aus dem Guardian-Projekt schon und hatte mich mit dem Thema beschäftigt, fand das also im Konkreten nicht mehr so spektakulär und konnte daher die Gedanken etwas schweifen lassen. Für mich die Mitnahme-Botschaft: Was Dir auch die „Experten“ sagen, es geht immer auch anders. So stimmig irgendeine Theorie auch scheinen mag, sie gilt doch meist nur in ihrer Zeit und wird irgendwann wieder abgelöst.

Was gibt es als Fazit zu sagen? Eine Konferenz braucht kein WLAN. Ein DJ für die Pausen ist aber definitv eine gute Idee. Tobi Lessnow hat einen riesen Job gemacht! Die beiden Tage in Berlin waren gut investiert. Bei einer Fortsetzung wäre ich gerne wieder mit dabei.

07.11.2014 | 6 Kommentare