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Beiträge aus dem Was-mit-Medien-Alltag

Infografik der Woche

PRISM ist Dauerthema der letzen Wochen und wird es dank TEMPORA und neuen Erkenntissen aus Frankreich hoffentlich auch noch eine Weile bleiben.

Von OpenDataCity gibt es zwei Apps zum Thema, die prima zeigen, was Infografik kann: einen Sachverhalt oder Zusammenhang durch Visualisierung deutlich machen. Findet das Ganze dann auch noch online statt und greift auf echte Daten zurück, bekommt die die Infografik noch eine spielerische Komponente, die (mal verglichen mit der klassischen Infografik zum Beispiel im gedruckten SPIEGEL) noch mehr Lust macht, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Und wenn dann noch alles unter dem Label „App“ so verpackt ist, dass man es prima in eigene Websites einbetten und teilen kann, verdient das Lob und Respekt.

Stasi versus NSA


Gehe zu Stasi versus NSA. Realisiert von CC-BY 3.0 OpenDataCity.

Weg der Datenpakete

05.07.2013 | 1 Kommentar

Nachlese Typo 2013: Was Kinder wollen

Vergleich von zwei Vorträgen zum Thema „Gestaltung für Kinder“ auf der Typo Berlin 2013

  • Vortrag 1: Daniel Trattler:„Pädagogische Computerspiele für Kinder“
  • Vortrag 2: Daniel Mizieliński: „Using design and all means necessary to teach kids and educate parents“, frei übersetzt: „Durch Gestaltung (und alles, was geht :) Kinder unterrichten und Eltern erziehen“ (Die Übersetzung im Typo-Programmheft lautete: „Kinder und Eltern unterrichten mit Design und anderen Medien“. Das ist zweideutig und gefällt mir deshalb nicht.)

Am ersten Typotag sprach Daniel Trattler in der Show über Computerspiele und die Krux, dass die lieben Kleinen immer sofort spüren, wenn ein Lernziel oder eine bestimmte Erziehungsabsicht hinter einem Spiel stecken. Dann verlören die Kinder die Lust an diesem Spiel. Ich frage mich, ob das nicht eine Ausrede der Erwachsenen ist. Schließlich lernt man mit Minecraft und mit Lego auch eine ganze Menge, und das wissen die Kinder auch… Anyway.

Ohne eine Erklärung, wie sich diese Erkenntnis denn auf die entsprechenden Projekte seiner Agentur eobiont in Berlin ausgewirkt hat, folgte eine Portfolio-Schau. Plötzlich wurden die üblichen knallbunten Figürchen gezeigt, zum Beispiel die „Ampelinis“ (ja, mit „s“!), ein Projekt aus dem Jahr 2010, zu dem es mittlerweile auch die Ampelinis-Website und die Ampelinis-App gibt.

In dem Video zum Projekt „Ein Neujahrswunsch“ sagt ein Mädchen in rosafarbener Bluse und Blumenrock, das vor einem hellblauen… Pappwald steht: „Wichtig ist es, sich einen richtig tollen Wunsch auszudenken, damit die Leute für Dich abstimmen und Du gewinnst.“

In Erinnerung, aber leider nicht auf der eobiont-Website zu finden, ist mir auch ein Projekt für Jugendliche geblieben. Wieder wurde mit diesen Figürchen gearbeitet, die man von T-Shirts und so kennt, total überzeichnete Klischees: ein brünettes und ein rothaariges Mädchen mit Wespentaille, beide natürlich mit langen Haaren, die Jungs vermeintlich extrem „cool“ angezogen – allesamt sehr uniform.

Daniel Trattler zufolge wollen Kinder und Jugendliche so ’was haben. Lieber Herr Trattler, das glaube ich nicht. Ich glaube vielmehr, dass sich Erwachsene gern einreden, dass Kinder so 'was wollen. Und warum? Weil es alles leichter macht. Egal, was man verkaufen will, man muss es nur kindgerecht dekorieren und umformulieren. Ist doch praktisch!

So einfach ist es aber zum Glück nicht. Kinder wollen genauso wichtig genommen werden wie Erwachsene. Sie können meiner Erfahrung nach Dekoration sehr gut von Inhalten trennen – vielleicht nicht wissentlich, aber intuitiv.

Ich konnte in dem Moment wirklich nicht glauben, dass ich in einem Vortrag sitze, der „Pädagogische Computerspiele für Kinder“ heißt. Was sollen die Kinder denn daraus lernen? Passt Euch an! Nur die, die cool aussehen, sind auch cool. In der Ampel wohnen kleine Figürchen… Wünsch Dir was, was alle wollen, dann bekommst Du Deinen Wunsch erfüllt – OMG.

Am letzten Typotag sprach dann Daniel Mizieliński auf der Stage. Er ist einer der beiden Inhaber von hipopotam studio in Warschau und stellte verschiedene Buchprojekte für Kinder und Erwachsene (!) vor. Unter anderem das Buch „H.O.U.S.E.“ von Gecko Press, was wir vor anderthalb Jahren zu Weihnachten geschenkt bekamen. Nebenbei bemerkt: Wir machten damals das Päckchen auf und überlegten, für wen das Geschenk denn sei (eine Karte lag nicht dabei) – der beste Beweis dafür, dass die hipopotam-Bücher wirklich für Kinder und Erwachsene gemacht sind.

Das Buch „H.O.U.S.E.“ von Aleksandra Machowiak und Daniel Mizieliński, erschienen bei Gecko Press, stellt besondere Wohnhäuser weltweit vor. Zu jedem Haus gibt es Zeichnungen, eine einen Text und weitere Infos – immer genau darauf abgestimmt, was denn so besonders an dem Haus ist
Das Buch „H.O.U.S.E.“ von Aleksandra Machowiak und Daniel Mizieliński, erschienen bei Gecko Press, stellt besondere Wohnhäuser weltweit vor. Zu jedem Haus gibt es Zeichnungen, eine einen Text und weitere Infos – immer genau darauf abgestimmt, was denn so besonders an dem Haus ist

Daniel Mizielińskis Credo lautet: „Kinder sind Erwachsene mit weniger Wissen aber mit mehr Offenheit.“

Anstatt davon auszugehen, dass man Kindern einfach alles „verkaufen“ kann, wenn es nur bunt genug ist, meinte Daniel Mizieliński, das Wichtigste sei doch der Inhalt, also das, was man vermitteln möchte. Und interessante Inhalte gebe es schon genug in der Welt, man brauche keine neuen Inhalte zu erfinden. Stattdessen solle man sich lieber überlegen, was für beide – Kinder und Erwachsene – interessant sein könnte. Denn kaufen würden die Bücher in den meisten Fällen ja die Erwachsenen.

Viele Erwachsene, die Bücher für Kinder kaufen, würden aber denken, Bücher für Kinder müssten bunt und „quietschig süß“ sein, sonst gefielen sie den Kindern nicht. Sie denken, Bücher für Mädchen müssten rosa sein und mindestens ein Pferd oder ein Einhorn auf dem Umschlag haben. Bücher für Jungs seien blau und ihre Helden seien Kämpfer.

Diesen potentiellen Bücherkäufern werden die hipopotam-studio-Bücher nicht gefallen. Bunt sind diese Bücher auch. Sie sind aber frei von Stereotypen und dafür voll mit interessanten Informationen und kleinen Dingen, die nach und nach entdeckt werden können.

Durch zahlreiche Beispiele aus seinem Portfolio konnte Daniel Mizieliński seine ebenso zahlreichen echten Statements belegen. Endlich mal wieder einer mit einer eigenen Meinung, der diese auch mitteilt und aufzeigt, dass sie auf fundiertem Wissen und auf Erfahrungen beruht.

Lieber Daniel Mizieliński, der Vortrag war viel zu kurz! Als wir aus Berlin nach Hause kamen, wurde erstmal im H.O.U.S.E.-Buch gestöbert – natürlich MIT Kind.

03.06.2013 | Noch keine Kommentare

Typo Berlin 2013: Tag 3 und Fazit

Vorträge von Andreas Koop, Gesche Joost, TypeCookers.com, Albert-Jan Pool, Paul Barrot, Michael Johnson und Jessica Walsh

Typo Berlin 2013
Typo Berlin 2013

Andreas Koop referierte über das Thema seines Buches „Die Macht der Schrift“ und gab damit einen spannenden Einblick in die Zusammenhänge zwischen Staatsform, politischer Rhetorik und grafischer Repräsentation. Die Message: „Form kann Inhalt sein“ und „Wer falsche Kapitälchen verwendet kommt nie in den Himmel“.

Mit Gesche Joost blieb es politisch, zumindest auf der Sub-Ebene da ihre Aufnahme ins Steinbrücksche Wahlkampfteam in der letzten Woche für Schlagzeilen sorgte. Ihr Vortrag zeigte, wie Forschung sein sollte: offen, nah am Menschen und relevant! Ein großes Like dafür.

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Erik van Blokland und Paul van der Laan sorgten für Muskelkater in den Lachmuskeln bei der Kritik und Prämierung der Ergebnisse des vortägigen Schrift-Workshops. Wow! So muss Lehre sein. Ich glaube über die inneren Zusammenhänge von Schrifteigenschaften ist bei mir noch nie so viel hänen geblieben, wie bei dieser (Lehr-)Stunde. Ausprobieren bei http://typecooker.com/.

Es wurde wieder wissenschaftlich mit Albert-Jan Pool und seinem Vortrag über die Arbeit zur DIN 1450, der Norm zur Leserlichkeit. Mehr Informationen gibt es dazu auf typografie.info

Paul Barrit: „We were born in the cinematic age and are going to die with poor TV and DVDs.“

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Und damit zum Bonusmaterial, zum Unterhaltungsteil. Ich fange mal mit Jessica Walsh an, fast ein Deja-Vue, denn im letzten Jahr sprach an der gleichen Stelle Jessica Hische. Nicht nur die Ähnlichkeiten im Name sind frappierend, der Karriereweg, der Vortrag, die Attitüde – man sollte die beiden Talks mal übereinanderlegen. Es hätte schön werden können, aber HAT DIE DEN #AUFSCHREI NICHT GEHÖRT? WTF? Das waren Momente der peinlichen Berührung, um beim „touch“ zu bleiben.

Echte Tränen der Freude erwischten mich aber bei Michael Johnsons Tour durch die Jahrzehnte der Gitarrenmusik. Ikonen des Grafikdesign großartig vertont bzw. Ikonen der Musik grafisch illustriert – das müssen die Kinder sehen! Gemeinsam werden wir durchs Plattenregal blättern und die Songs in voller Länge nachhören und dabei die Artworks ausführlich würdigen.

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Bye Bye Typo, Rock’n’Roll will never die!

Das Fazit

Es ist ein großer Vertrauensvorschuss an einen Veranstalter, ein halbes Jahr im Voraus 396 Euro (early bird + Kleingruppentarif) auf den Tisch zu legen für ein Programm, was man nicht kennt. Von «passion» (2010) über «shift» (2011) bis zu «sustain» (2012) hat das immer wieder ganz OK funktioniert. Ich hatte das Gefühl, das drei, vier gute Vorträge ausreichen, um die Zeit zwischen den Typos zu überbrücken – aber jetzt brauche ich eine Pause. Es gab schöne Moment in diesem Jahr – keine Frage, aber der Gesamteindruck hat mir nicht gepasst. Die Wiederholungen werden zu offensichtlich. Vor zwei Jahren «shift» – Wandel, hier ging es um Paradigmenwechsel, neue Wege und dann «sustain» mit klaren Forderungen und Aufrufen zur Nachhaltigkeit. Doch dieses Jahr wieder «sell, sell, sell». Nächstes Jahr mit dem Billigflieger nach London zur One-Day-Show der Typo, so die Ankündigung von Jürgen Siebert. Ich habe das Gefühl, ich werde veralbert. Meinen die das eigentlich ernst, was sie „predigen“? Sind die Themen nur Fassade, nur Labels, damit man was auf die Taschen pappen kann? 

Und inhaltlich? Ich bin weder Schriftgestalter, noch Letterer oder Calligraf. Ich bin Kommunikationsdesigner, Coder, Webdeveloper und arbeite mit Schrift. Ich bin da ganz bei Andreas Koop „Form kann Inhalt sein“. Webdesign ist zu 90% Typografie. Aber die Typo ist nur zu 10% Web. (kennzeichnend: nur ganz wenige Arme gingen hoch, als Harry Keller nach Leuten fragte, die auf twitter sind), #typo13 würde es wohl nie in die trending topics schaffen. Die Impulse für meine Arbeit waren mir zu wenig und auch die großen Theorievorträge, die das ausgleichen können, habe ich in diesem Jahr vermisst (Ausnahme: Jacek Utko, leider zu kurz)

Es geht nicht ums Geld – 396 Euro für drei Tage sind angemessen aber lasst uns mal rechnen: webfontday (95 Euro) + re:publica (~ 150 Euro) + beyond Tellerrand (149 Euro, jeweils early-bird-Tarife) macht zusammen 394 Euro und das hört sich nach einem verdammt guten Line-Up für das kommende Jahr an.

19.05.2013 | 1 Kommentar

Typo Berlin 2013: Tag 2

Vorträge von Carolin Rauen und Max Kuehne, Grzegorz Laszuk, Jacek Utko, Roland Stieger, Dominik Hafen, Bernhard Senn, Simon Manchipp, Ferdinand Ulrich, Ann Bessemans und Neville Brody

Typo Berlin 2013
Typo Berlin 2013

An Tag 2 spielte für mich die TYPO ihre Stärke aus: die Vielfalt. Vielfalt der Themen einerseits und Vielfalt – man könnte auch sagen Gegensätze – auf der anderen Seite.

Wunderbar zu sehen der „Nord-Süd-Gegensatz“: so liegen zwischen Hamburg und St. Gallen nicht nur ca. 850 Kilometer sondern Welten in Auffassung, Ästhetik, Arbeitsweise. Während Paperlux am Morgen im wahrsten Sinne des Wortes „dick auftrugen“ (Gold, Folie, Drucklack) stellten TGG mit der sprichwörtlichen Präzision eines Schweizer Uhrwerks ihre Arbeiten vor. Oppulenz und Extrovertiertheit hier, Minimalismus und Understatment dort. „Flirts und Affären“ in Hamburg, „Leidenschaft in Zeitlupe“ in St. Gallen. Egal, denn beide Vorträge haben Einblicke, zeigten Prozesse in der Arbeit und machten Lust mal wieder an das Material zu gehen, anzufassen – das ist touch.

Über Grzegorz Laszuk ist nicht viel zu schreiben, das muss man gesehen haben. Das wird auch eine Video-Aufzeichnung nicht transportieren können. Solche Vorträge sind der Grund „vor Ort“ zu sein.

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Von Jacek Utko hätte ich gerne mehr gehört. Möglich ist das bei TED. Endlich Visionen. Welche Änderungen werden wir in der Zeitungs-/Magazin-/Web-Landschaft in den nächsten Jahren sehen? Jemand muss ja mal eine Prognose wagen, damit man sich daran ab-arbeiten kann! Schöne Beipiele mit ausreichend Surf-Material für die Prokrastinations-Pausen der nächsten Monate.

Es war dann vielleicht doch eher der Tag der (ungleichen) Paare. Ferdinand Ulrich und Ann Bessemanns präsentierten wissenschaftliche Arbeiten und zeigten, dass Design-Forschung bzw. Design in der Forschung wichtig ist.

Und dann die Briten, die uns wieder zeigten, dass Unterhaltung der Schlüssel zur Berührung ist. Ich denke nicht, dass Simon Manchipp am dritten Tag für mich noch zu toppen sein wird. Die Botschaft: „We are not in the design business – we are in the people business.“ und damit ist klar wozu wir den Aufwand mit dem Drucklack machen, Nachrichten stylen, Apps entwickeln: wir wollen Menschen erreichen, unterhalten, bewegen, berühren.

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Bei Brody kam der Punkt nicht ganz so klar rüber und blieb für mich eher ein stochern im „früher“ ohne eine klare Richtung nach „morgen“ aber hey – es war Neville Brody „design depends on rule breaking.“

Tag 3 kann kommen.

18.05.2013 | Noch keine Kommentare

Typo Berlin 2013: Tag 1

Vorträge von Ken Garland, Nancy Birkhölzer, Reto Wettach, Peter Bankov, Mitya Kharshak, Harry Keller und Jamie Neely

Typo Berlin 2013
Typo Berlin 2013

Die Keynote von Ken Garland wollte berühren und es wäre unfair zu behaupten, er hätte es am Ende mit seiner Liebeserklärung nicht geschafft. Eine Eröffnung im Sinne von ein Thema abstecken, eine Vision aufmachen, einen Funken überspringen lassen, Gemeinschaft erzeugen war es für mich aber nicht.

Und es ging weiter mit einer Aneinanderreihung von Beispielen, wie analoge Mittel Zugänge zu digitalen Services schaffen können. Es wurden Themen aufgemacht aber nicht verknüpft. So kamen die üblichen Verdächtigen wie das »Netz der Dinge«, »sharing is caring« oder das »quantified self« zur Sprache und Designer als Verantwortliche für das Erscheinungsbild der Zukunft wurden immer wieder erwähnt. Der Vortrag blieb aber bei diesen Episoden und Anekdoten hängen und schaffte es nicht, eine konkrete Handlungsaufforderung auszusprechen oder gar eine eigene Vision von einer analogen digitalen Zukunft aufzuzeigen.

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Als zwei Vetreter des »Design Special: Russia« gaben Peter Bankov und Mitya Kharshak einen Einblick in ihre Arbeiten an – sehr verschiedenen – Design-Magazinen. Typische Portfolio-Vorträge also, was nichts Schlechtes ist und sehr spannend sein kann wenn man einen Einblick hinter fremde Bürotüren und andere Arbeitsweisen bekommt. Aber auch hier – trotz wirklich sympatischem Vortrag von Mitya – zündete der Funke nicht. Die Abfolge von Covers und Innenseiten brachte keine Erkenntnisse über die in diesen Fällen offenbar mal wirklich größtenteils analoge Arbeit, die Umstände oder den kreativen Prozess.

Doch dann endlich der Lichtblick und hoffentlich nicht der Höhepunkt dieser Typo: Harry Keller. Vorträge aus dem Hause Edenspiekermann sind für mich – nicht zuletzt nach Christian Hanke auf dem letzten webfontday – eine sichere Bank der Unterhaltung, der Bestätigung und des Erkenntnisgewinns. Hier könnte ich anmerken, dass ich mich nicht als Zielgruppe fühlen konnte, denn jeden Satz kann ich so unterschreiben und im Prinzip ist jeder Satz zitierfähig. Hier ein Best-of: »anything that can be networked will be networked«, »connectivity is the new electricity«, »websites are so 1993«, »designers make technology accessible«, »what you design is not what you get«, »(only) responsive webdesign is good webdesign«, »nothing you do is ever finished«, »everything is constantly evolving«, »it doesn’t have to be perfect«. Puh! ABER: wieder nichts dazugelernt. Das ist genau, was wir als Webentwickler tun und täglich erfahren. Es ist schön, das bestätigt zu bekommen, aber ich will ja auch ’was Neues hören.

Der persönliche Schlussvortrag des Tages vor dem (notwendigen) Feierabendbier in einer lauen Berliner Nacht (keine Lust mehr auf lettering vs. calligraphy battles) kam von Jamie Neely, war super strukturiert und hat seine Sache auf den Punkt gebracht. Meine Essenz: Unsere Arbeit und unser Erfolg steckt im Detail und diesem müssen wir mehr Aufmerksamkeit widmen. Prototypen können dabei (schon in frühen Projektphasen) helfen, typecast (die Beta-Anmeldung schlummert seit der letzten Typo vor sich hin) kann helfen. Für mich und die nächsten Arbeiten ein wichtiger Satz »email, the forgotten son of the designer«. Ja, hier ist einiges im Argen, hier kann noch was gehen.

Auf der Typo auch? Bin gespannt auf Tag 2. 

17.05.2013 | 2 Kommentare

„Innovative Informationsvisualisierungen“

Wir begleiten ein Projekt an der Bauhaus-Universität Weimar. Basis ist unser Webdesign für Bazon Brock.

Der Eintrag im Vorlesungsverzeichnis sieht reichlich nüchtern aus.

Online-Vorlesungsverzeichnis der Bauhaus-Universität Weimar, Eintrag „Bazon Brock: Visualizing a thinker’s life“
Online-Vorlesungsverzeichnis der Bauhaus-Universität Weimar, Eintrag „Bazon Brock: Visualizing a thinker’s life“

„Brocks Website (http://www.bazonbrock.de/), seit 2011 betreut vom Weimarer Gestaltungsbüro Kohlhaas & Kohlhaas, stellt seine umfangreiche Arbeitsbiographie mit einem Volltextarchiv bestehend aus 2,7 Millionen Wörtern, knapp 1200 Bildern, 33 Videos und 70 Tondokumenten zur Verfügung. Gemeinsam mit Kohlhaas & Kohlhaas wollen wir auf Basis dieses reichaltigen Datenbestandes innovative Informationsvisualisierungen für Brocks Werk entwerfen und implementieren.“

Wir geben praktische Erfahrungen konkreter Webdesign-Projektarbeit für Bazon Brock in die wissenschaftliche Diskussion und freuen uns auf gegenseitige Inspiration im Projekt „Bazon Brock: Visualizing a thinker’s life“ an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar.

Update November 2013: Auf der Website der Professur Virtual Reality and Visualization Research gibt es nun auch eine offizielle Projektseite.

22.03.2013 | Noch keine Kommentare