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Beiträge aus dem Was-mit-Medien-Alltag

Schnelle Bugfixes für unterwegs

Ab und an komme ich in die Verlegenheit, unterwegs mal schnell an einen Quelltext zu müssen. Neuerdings lasse ich den Laptop allerdings immer öfter im Büro und habe statt dessen nur das iPad dabei. Nach einer ganzen Weile des Suchens habe ich jetzt ein Set an Programmen zusammen, mit denen ich einigermaßen zurechtkomme, auch wenn das noch keine optimale Arbeitsumgebung ist.

Was nutze ich also:

  1. „1Password“ für die ganzen Zugangsdaten, gesynct mit dem Laptop (nicht via Dropbox, sondern nur lokal)
  2. „Code - Source Code Viewer“ um sich den Quelltext der problematischen Website anzeigen zu lassen. Finde ich persönlich echt umständlich und mir ist nicht klar, warum man eine solche Funktion nicht auch in den normalen Browser einbauen kann. Aber es tut seinen Dienst, auch wenn ich auf diese extra App gerne verzichten würde.
  3. „Gusto“ für die eigentliche Bearbeitung der Website/Skripte. Das Programm hat FTP/SFTP direkt integriert. Man kann Projekte anlegen, damit alle Files sauber sortiert bleiben. Dateien können auf dem Server umbenannt werden, Rechte geändert, was man eben so braucht. Nicht schlecht. Der Editor bringt eine sinnvolle Tastatur mit und hat als einzige Schwäche zu wenig Platz zum schreiben. Die Entwickler arbeiten allerdings nach Nachfrage per E-Mail an einem Vollbildmodus beim Bearbeiten, dann wird es noch besser. Gut finde ich auch, dass das Programm mit einer extra PIN geschützt ist.

Mit dieser Kombi lässt es sich beruhigt auch mal ein paar Tage ohne Rechner auskommen und ich bin trotzdem in der Lage mal einen Fehler von unterwegs zu beseitigen.

23.11.2011 | Noch keine Kommentare

Umweltschutz-Signets

Zeitschrift FORM von 1972 diskutiert Öko-Logos

Unter dem Titel „Schutz vor dem Umweltschutz-Signet-Wirrwar“ gab es in der Ausgabe 058 der Zeitschrift FORM aus dem Jahre 1972 einen Überblick über den Bestand verschiedener Umweltschutz-Signets (Seite 28).

Dazu wurde über einen Wettbewerb für ein neues offizielles Umweltzeichen berichtet „Bonn suchte ein Zeichen“ (Seite 29). 

Ich denke, die damals vorgestellten Signets könnten auch heute bei jedem aktuellen Diskurs auf Plattformen wie Fontblog oder Designtagebuch mithalten.

Sehr gut finde ich die durchgehend einfarbige Gestaltung und der Verzicht auf jegliche 3D-Effekte, Schatten und andere Spielereien, die wir heute so kennen.

Interessant sind neben der Bilderschau auch so einige Sätze des Artikels „Alle nichtprämierten Entwürfe erhielten ein Beteiligungshonorar von 1.000 DM; für das Nutzungsrecht des verwendeten Zeichens 3.000 DM.“ In der Jury saß übrigens, u.a. der kürzlich verstorbene Kurt Weidemann.

30.05.2011 | Noch keine Kommentare

Interface-Kuddelmuddel

Der AppStore bringt das Interface-Durcheinander jetzt auch auf den Desktop. Beim iPad ist es ja schon aufgefallen - jede App macht ihre eigenen Interface-Regeln. Dort kann man es noch abtun als Spielwiese und dass das iPad sowieso nicht zum Arbeiten sondern nur zum Spielen gedacht ist. Aber jetzt kommt der AppStore auch auf den Schreibtisch und damit offenbar auch das neue Interface-Durcheinander.

Anbei zwei Beispiele von momentanen Dauerbrennern in meiner Programmliste: „Twitter für Mac“ und „Wunderlist“. Die beiden gehen ins Rennen gegen das Apple-hauseigene iTunes, welches ich mal als Interface-Maßstab nehmen will.

Auf den ersten Blick wird schon klar, dass die drei Programme jeweils eigene Wege gehen. Jedes für sich genommen ist sicher nicht schlecht, aber in der Kombination nervt es einfach, ständig überlegen zu müssen, wo die Funktionen versteckt sind. Immerhin haben zwei von drei Programmen das Suchfeld oben rechts.

Ausgangspunkt dieses Beitrags war aber meine Entdeckung, dass sich Twitter jetzt auch mit einem Icon oben in der Menüleiste breit macht. Beim Aufklappen sehe ich dann, dass ein neuer Tweet in er Menüleiste mit Befehl+A (üblicherweise „alles auswählen“) im Programmfenster aber mit Befehl+N („Neu“) geschrieben werden kann. Da wird es unlogisch, oder?

Ich will das nicht so in die Länge ziehen, aber mir ist noch ganz klar, ob ich mich freuen soll, dass neue Interface-Ideen ausprobiert werden (von der Twitter-App auf dem iPad bin ich ja einigermaßen begeistert gewesen) oder mich ärgern soll, dass meine bisher relativ konsistente Interface-Landschaft auf dem Mac jetzt so durcheinander gebracht wird.

Noch hat das ja nicht auf die Produktionsprogramme übergegriffen, aber ich mache mir da durchaus Sorgen, dass z.B. Adobe auf die Idee kommt und die nächste Creative Suite im AppLook daher kommt. Spielwiese ist gut und muss sein, aber ein konsistentes Interface bleibt immer noch Gold wert.

07.01.2011 | Noch keine Kommentare