Je mehr ich mich mit SVG-Grafiken beschäftige, desto mehr Spaß macht es und es kommen mir immer neue Ideen für weitere Einsatzzwecke. Heute: SVG-Diagramm statt Tabelle.
Für die Analyse der Auslastung von Datenbanktabellen bzw. der Übersicht über das Vorhandensein der Tabellen in unterschiedlichen Installationen hatten wir vor einiger Zeit ein Skript geschrieben, welches diese Informationen live einsammelt und als Tabelle ausgibt.
Dieser Tabelle mangelte es erheblich an Charme und Übersichtlichkeit. Nach den letzten Spielereien mit SVG im Zusammenhang mit der Staffellaufauswertung habe ich nun diese Tabelle durch ein Diagramm ersetzt, welches die gleichen Informationen garstellt, nun aber in viel eingängigerer Form.
Ich habe jetzt keine Anstrengungen in eine Neu-Interpretation des strukturellen Aufbaus gesteckt. Andere Diagrammformen wären eventuell platzsparender oder noch übersichtlicher. Insofern lässt sich meine Vorgehensweise mit dem CSS-Syling der Tabelle vergleichen. Würde man die Tabelle richtig schick stylen und z.B. den Wertefeldern je nach Inhaltsmenge noch unterschiedliche Farbschattierungen geben, dann würde man eine schicke Tabelle gegen ein schickes Diagramm vergleichen, was weniger unfair wäre. Ein möglicher Vorteil der der SVG-Lösung: Wird die Grafik, Auswertung, das Diagramm auch für andere Zwecke benötigt, so lässt sich die SVG auch im Illustrator oder Inkscape öffnen und in Drucksachen weiterverarbeiten. Das ist bei der schicken Tabelle nur über das Bildschirmfoto und dann mit den Nachteilen des Pixelbildes möglich.
Etwa im Juni 2011 startete ich mit Überlegungen zur 3D-Visualisierung von twitter timelines. Als typisches side project liefen diese Gedanken mal mehr mal weniger intensiv im Hintergrund.
Im Herbst 2011 wurde dann daraus ein Projekt am Department of Information Science der University of Otago in Dunedin, Neuseeland bei Prof. Holger Regenbrecht. Im Dezember 2011 konnte ich dann vor Ort erste Prototypen anschauen. Dieser Artikel dient dazu, laufende Entwicklungen an einem Ort zu sammeln.
Kurzbeschreibung: Über das Display eines tablets bzw. smartphones schaut man in einern virtuellen Würfel/raum hinein. Per Bewegung des Gerätes (Gyrosensor) kann ich die verschiedenen Seiten/Wände betrachten. Meine tweets (auch Übertragbar auf E-Mails, RSS-Feeds, etc.) sind an diesen Wänden und im Raum organisiert (geografisch, zeitlich, nach Absender, etc.). Die räumliche Strukturierung ermöglicht mir einen besseren Überblick über Themen und Entwicklungen als die 2D-Listen, so meine These.
Vortragsreihe im Rahmen der drupa: http://www.mediamundo.biz/tv/. Leider zwingt die Seite alles völlig in die Knie, weil alle Videos direkt eingebunden sind, vielleicht auch eher wegen der Hintergrundanimation. Schneller ist jedenfalls der Youtube-Kanal von Media Mundo (Fachverband Medienproduktioner e.V.): http://www.youtube.com/user/fmpdeutschland1
Im Rahmen der Neugestaltung eines Blogs stellte sich bei uns die Frage nach der Blättern-Funktionalität im News-Stream. Eine Blitz-Recherche auf von mir häufig gelesenen Blogs erbrachte hier kein einheitliches Bild. Es gibt bei diesem Thema also entweder unterschiedliche Ansätze oder – was ich für wahrscheinlicher halte – das entsprechende Backend stellt eine bestimmte Art der Navigation bereit, die vom Frontend-Entwickler nicht geändert werden konnte, wollte, wurde.
Einheitlich und damit als gemeinsamer Nenner annehmbar ist die Tatsache, dass die Beiträge/Meldungen von neu nach alt sortiert sind.
Und ab da beginnen die Interpretationsmöglichkeiten:
Die Metapher für die Organisation der Meldungen ist ein Zeitstrahl. Dieser beginnt in der Vergangenheit links und erstreckt sich in die Zukunft nach rechts. Die neueste Meldung hat ihren Platz damit ganz rechts auf dem Zeitstrahl. Will ich also zu älteren Beiträgen zurück, dann muss ich folgerichtig „nach links“ blättern. (z.B. www.fontblog.de, www.daily-ivy.de, www.indiskretionehrensache.de)
Wie in einem Schnellhefter befinden sich alle Meldungen auf Seiten aufgeteilt, wobei die neuesten Meldungen (= aktuelle Seite) immer davor geheftet werden (Ein System, was mir übrigens schon in der Schule immer gegen den Strich ging. Logischer finde ich die Variante die neuesten Aufzeichnungen hinten an den Block anzuheften.) In diesem Fall blättere ich also „nach rechts“, um zu den älteren Meldungen zu gelangen. (z.B: www.praegnanz.de, www.designtagebuch.de, www.bildblog.de)
Die Meldungen werden von oben nach unten sortiert, die Metapher ist also ein Stapel, auf den immer oben eine neue Meldung drauf kommt. In dem Fall blättere ich „nach unten“, um zu früheren Meldungen zu kommen. Da im Blog auf der ersten Seite ja üblicherweise schon mehrere Meldungen von neu nach alt von oben nach unten organisiert sind, hat diese Variante auch eine gewisse Logik. (z.B. http://www.fscklog.com/)
Ab und an komme ich in die Verlegenheit, unterwegs mal schnell an einen Quelltext zu müssen. Neuerdings lasse ich den Laptop allerdings immer öfter im Büro und habe statt dessen nur das iPad dabei. Nach einer ganzen Weile des Suchens habe ich jetzt ein Set an Programmen zusammen, mit denen ich einigermaßen zurechtkomme, auch wenn das noch keine optimale Arbeitsumgebung ist.
Was nutze ich also:
„1Password“ für die ganzen Zugangsdaten, gesynct mit dem Laptop (nicht via Dropbox, sondern nur lokal)
„Code - Source Code Viewer“ um sich den Quelltext der problematischen Website anzeigen zu lassen. Finde ich persönlich echt umständlich und mir ist nicht klar, warum man eine solche Funktion nicht auch in den normalen Browser einbauen kann. Aber es tut seinen Dienst, auch wenn ich auf diese extra App gerne verzichten würde.
„Gusto“ für die eigentliche Bearbeitung der Website/Skripte. Das Programm hat FTP/SFTP direkt integriert. Man kann Projekte anlegen, damit alle Files sauber sortiert bleiben. Dateien können auf dem Server umbenannt werden, Rechte geändert, was man eben so braucht. Nicht schlecht. Der Editor bringt eine sinnvolle Tastatur mit und hat als einzige Schwäche zu wenig Platz zum schreiben. Die Entwickler arbeiten allerdings nach Nachfrage per E-Mail an einem Vollbildmodus beim Bearbeiten, dann wird es noch besser. Gut finde ich auch, dass das Programm mit einer extra PIN geschützt ist.
Mit dieser Kombi lässt es sich beruhigt auch mal ein paar Tage ohne Rechner auskommen und ich bin trotzdem in der Lage mal einen Fehler von unterwegs zu beseitigen.
Ich möchte die Lebensläufe von Personen grafisch darstellen, um diese in ihrer Maßstäblichkeit vergleichbar zu machen. Als Darstellung dient ein Diagramm, welches von unten nach oben wachsend das Leben der Person von der Geburt an darstellt. In einem Raster (Jahre/Monate) werden Ereignisse als Balken dargestellt. Die Ereignisse werden auf unterschiedlichen Ebenen erfasst (Ausbildung/Beruf, Familie (Stand, Nachwuchs), Orte (Wohnorte)). Diese Ereignisebenen werden farblich kodiert.
Lebenslauf-Vergleich auf reuter.com
Technik
Die Verwaltung der Daten erfolgt in Akira (Events), die Eintragung erfolgt zunächst direkt im CMS, später über ein Website-Frontend. Die Darstellung der Daten erfolgt als SVG-Grafik.
Zunächst muss eine Person als solches erfasst werden (Name, Geburtsdatum und -ort, ggf. Sterbedatum und -ort, Geschlecht). Diese Person kann sich später immer wieder anmelden (oder jemand stellvertretend …), um neue Ereignisse zu erfassen. Anhand einer Checkliste sollen bestimmte Eckdaten, wie Schulausbildung, Berufsausbildung, Familienentwicklung, Umzüge abgefragt werden, um möglichst viele Ereignisdaten zu erhalten.
Als Website-Besucher kann man sich aus einem Pool von Personen mindestens zwei Personen auswählen, deren Diagramme dann nebeneinander gestellt visualisiert werden, um diese zu vergleichen.
Als alternative Visualisierungsform kann es noch eine absolute Sicht geben, wo die Lebensläufe zeitlich richtig eingeordnet werden (also nicht die Geburtsdaten auf einer Ebene liegen)
Wozu?
Beispiel für den Umgang mit SVG und Diagrammerstellung
Beispiel für eine soziale Website (auch andere Länder interessant)
eigene Familiengeschichte dezentral erfassen
Möglichkeit, das als HTML5-App auszubauen
spannendes persönliches Material für Geschichtsunterricht?
Nacherfassung berühmter Prsönlichkeiten als Unter-Projekte
Ausbaumöglichkeiten
Verlinkung der Profile untereinander (ich / mein Kind, dadurch Verzweigung der Lebensläufe)
Freie Kommentare außerhalb der Rubriken hinzufügbar
Neue Rubriken hinzufügbar
Attachments, wie Bildmaterial und Links zu Ereignissen
Verlinkung der Person mit eigener Website, Facebook, etc.
Anonymisierung
persönliches Lebenslaufbuch generieren
Update 20.09.2011
Biographie-Visualisierung von ZEIT-Online
In Otto Neuraths Buch fand ich eine Darstellung der Familie Rembrandts, welche genau das anzeigt, was ich mir in der sog. „absoluten Sicht“ vorgestellt hatte.
Und da haben wir es mal wieder: Das aktuelle Zeit-Magazin (Nr. 12, 15.3.2012) zeigt „Biografik“. Schöner hätte ich es selbst nicht aufzeichnen können. Jetzt das Ganze nur noch im Web machen - aber das gibt's sicher auch schon, ich hab’s nur noch nicht gefunden. (siehe Bildergalerie)
Update 12.04.2013
Im Rahmen eines umfangreichen Dossiers über Karrieren und Netzwerke in China finden sich auch großartige interaktive Lebensläufe mit Filtern und Vergleichen und allem Drum und Dran. Anschauen! http://connectedchina.reuters.com/
Update 19.09.2013
Man muss nur lange genug warten, dann macht es jemand anders :) Gehe heute auf ZEIT Online und finde eine interaktive Übersicht von Lebensläufen mit verschiedenen Informationebenen usw. – alle schön synchronisiert und auch Achse gebracht. Hier der Link